Sonntag, Oktober 13, 2019
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Wenn deutsche Politiker die Aufklärung wieder rückwärts drehen wollen

Monika Schneider 26. Dezember 2018 Aktuelles

Die CDU, schon lange keine christliche Partei mehr, sendet fatale Zeichen aus, wenn ihr Fraktionsvorsitzender Brinkhaus, den man wohl vergeblich als Mann des Aufbruchs sah, in einem  Artikel der Welt feststellt: „Der Nationalismus gefährdet die Religionsfreiheit“. Und der kirchenpolitische Sprecher Gröhe meint wörtlich: „Es ist unsere Aufgabe, für die Religionsfreiheit als Menschenrecht einzutreten, ganz unabhängig davon, um welche religiöse oder weltanschauliche Überzeugung es geht.“

Nachdem es ja der CDU auch egal ist, woran man Weihnachten glaubt, verwundert es einen nicht, wenn kurz darauf der nächste Schlag gegen die Errungenschaft der Aufklärung erfolgt.

Und ich dachte immer: wir sind ein säkulares Land, d.h. Staat und Kirche sind getrennt. Eine unserer größten Werte einer zivilisierten Gesellschaft, die Aufklärung nach Kant, definiert es laut wikipedia so:
„Die Säkularisierung (von lateinisch saeculum, deutsch ‚Zeit‘, ‚Zeitalter‘; auch: ‚Jahrhundert‘), bedeutet allgemein jede Form von Verweltlichung, im engeren Sinne aber die durch den Humanismus und die Aufklärung ausgelösten Prozesse, welche die Bindungen an die Religion gelockert oder gelöst und die Fragen der Lebensführung dem Bereich der menschlichen Vernunft zugeordnet haben.“

Für viele Muslime ist es nicht vorstellbar, dass Menschen „nicht glauben“. Auch kann man aus dem Islam nicht austreten wie aus der katholischen oder evangelischen Kirche. Als Muslim wird man geboren – und bleibt es somit sein Leben lang.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es dumm, eine Religion mit einer Weltanschaung gleichzusetzen. Der Nationalsozialismus unter Hitler war auch eine „Weltanschauung“ – aber man würde ihn wohl kaum einer Religion gleichsetzen. Man fragt sich ernsthaft, ob das Thema „Bildung“ für den Beruf des Politikers noch ein Rolle spielt, wenn solche Begriffe einfach durcheinander gewürfelt werden.

Dann diese völlige Unkenntnis im Hinblick auf den Islam als Lebensmodell für Muslime, bei der der spirituelle Anteil eine eher untergeordnete Rolle spielt. Denn für Muslime ist ihr Gott, Allah, der Gesetzgeber und das Gesetzesbuch die Scharia. Die Scharia sieht schwere Strafen vor für „Vergehen gegen die göttliche Ordnung“ – und darunter fallen dann „Taten“ wie Sex außerhalb der Ehe, der Genuss berauschender Getränke, Diebstahl wertvoller Gegenstände, Wegelagerei und so weiter. Steinigungen und abgeschlagene Gliedmaßen gehören also nach Deutschland, liebe CDU? Und was ist mit Beschneidungen, Kinderehen, Vielweiberei und dem Zwang, bereits kleine Mädchen zu verhüllen? Alles vereinbar mit unserem Verständnis von Recht, Freiheit und Gleichberechtigung?

Deutsche Politiker blenden die viele Jahrhunderte währende Geschichte der islamischen Eroberung in Europa komplett aus und schenken dem Umstand einer Sozialisierung in archaischen Kulturen keinerlei Beachtung. Man fragt sich: ist das ein Ausdruck von Hilflosigkeit? Oder Blauäugigkeit? Meinen Deutschlands führende Politiker wirklich, der Besuch irgendeiner Integrationsveranstaltung könnte kulturelle Prägungen, überlieferte Mentalitäten und verinnerlichte Sozialrollen nachhaltig abändern? Glaubt man tatsächlich, ein Deutsch-Seminar sei eine Art kulturelle Reset-Taste? Ein normatives Update? Ganz offensichtlich. Und diese treuherzige Haltung ist gefährlich. Denn sie offenbart eine naive und zugleich verquere Vorstellung von Kultur und ihrer Prägekraft.

Der Islam ist keineswegs hierher gekommen, um sich anzupassen, sondern um Europa zu bevölkern. Und sie brauchen nur abzuwarten und die CDU in ihrem derzeitigen Weg zu unterstützen. Die Verteilung der Geburten und die Zusammensetzungen der Schüler an manchen Schulen sprechen eine weitere deutliche Sprache.

Sollten nicht DAS eher die Worte eines christlichen Volksvertreters sein?
„Wenn wir in allen öffentlichen Lebensbereichen wie Schulen, Universitäten, Justiz oder Medien die Botschaft der Aufklärung und des Humanismus konsequent transportieren würden, würde eine „Islamisierung“ daran abprallen. Sobald wir als Staat und auch als Zivilgesellschaft wieder aktiv hinter unseren demokratischen Grundwerten stehen, ist für den radikalen Islam mit Europa kein Staat zu machen“. (Laila Mirzo)

Und zu guter Letzt noch der Hinweis an die CDU, die offensichtlich ernsthaft meint, dass „Nationalismus“ die Religionsfreiheit beeinträchtigt:

es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen „Nationalismus“ und „Patriotismus“. Nur weil IHR euer Land nicht mehr liebt und euch auch noch darüber schlapp lacht (gell, Herr Gröhe?), wenn eine Bundeskanzlerin die deutsche Flagge verächtlich wegwirft, müsst ihr euch nicht erheben über Bürger, die stolz auf ihre Heimat sind und unsere Werte und den hart erarbeiteten Wohlstand verteidigen wollen!

Zwei Zitate verstorbener Bundespräsidenten, denen der derzeitige Amtsinhaber NIE das Wasser reichen wird:

Rede Johannes Raus nach der Wahl zum Bundespräsidenten am 23.05.1999
„Ich will nie ein Nationalist sein, aber ein Patriot wohl. Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt, ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet. Wir aber wollen ein Volk der guten Nachbarn sein, in Europa und in der Welt.“

Rede Richard von Weizsäckers vor dem Bonner Bundestag zum 40. Jahrestag der Kapitulation, Bonn, 8. Mai 1985:
„Der Nationalist ist einer, der die anderen hasst. Der Patriot ist einer, der das eigene Land liebt und den Patriotismus der Nachbarn versteht und achtet.“

About The Author

Monika Schneider ist ein Kind der 60er Jahre und lebt in Baden-Württemberg. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Seit 2015 schreibt sie auf Facebook gegen den extremen Linksruck im Land an. Sie bezeichnet sich selber als patriotisch (im Sinne von heimatliebend) und konservativ (im Sinne von nachhaltig und Werte bewahrend). Zugleich ist sie nicht nur beruflich bedingt ("irgendwas mit Medien"...) immer am Puls der Zeit. Linke Politik bedeutet für sie einen massiven Rückschritt gegen die Errungenschaften der Aufklärung. Deswegen setzt sie auf das neue dynamische Rechts, das heute massiv bekämpft wird - und vor Merkel die demokratische Mitte war.

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