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Warum Grün nicht die Hoffnung, sondern die Gefahr ist.

Monika Schneider 14. November 2018 Aktuelles

„Jeder Tag, den Horst Seehofer weiter Innenminister bleibt, ist ein Tag zu viel“, sagte Göring-Eckardt dem Tagesspiegel. „Wenn es um die Innere Sicherheit in unserem Land geht, darf es keine weitere Hängepartie geben.“ In der Tat sollte Seehofer seinen Hut nehmen, nachdem er seinen früheren Verfassungsschutz-Präsidenten Maaßen nach seinem endgültigen Rauswurf noch ein Disziplinarverfahren an den Hals hängen will. So unloyal ist kein anständiger Vorgesetzter, noch nachzutreten, nachdem man einen Untergebenen schon dermaßen diskreditiert hat.

Aber Frau Göring-Eckardt meint es anders, denn sie ist ja eine Grüne. Sie sagt im gleichen Interview weiter: „Seehofers Politik der Ausgrenzung und Spaltung sei „ein Sicherheitsrisiko“ für die Gesellschaft.“ Seehofer hat sich beileibe nicht mit Ruhm bekleckert. In Patriotenkreisen wird er oft auch als „zahnloser Tiger“ bezeichnet. Er hat auf der ganzen Linie versagt, wo er noch etwas im Sinne des Landes, für dessen Schutz er einen Eid abgelegt hat, mit Vernunft hätte erreichen können.
Diese Aussagen Göring-Eckardts sind exemplarisch für die heuchlerische Art der Grünen. Aber gehen wir mal 35 Jahre zurück. Anfang der 80er Jahre war ich selber mal Mitglied der Grünen. Mein damaliger Freund war ein ganz Linker, mit der Tendenz, ungern zu arbeiten und auf Kosten anderer zu leben. Aus der heutigen Distanz kann ich das so sagen – damals fand ich ihn offensichtlich cool.

Wir wollten Bäume retten, für den Weltfrieden demonstrieren. Beides haben wir im Kreisverband auf kommunaler Ebene gemacht: in unserer Stadt haben wir tatsächlich temporär den Ausbau einer Bundesstraße verhindert, nachdem die Grünen 1984 ins Stadtparlament einzogen. Und wir waren zu 500.000 in Bonn, um gegen die Aufrüstung zu demonstrieren.
Es war die Zeit meiner beruflichen Entwicklung, meiner Selbstbehauptung als Frau. Es gab keine #metoo-Bewegung, dafür aber jede Menge Chauvi-Sprüche, gegen die man als Frau ankämpfen musste. Blondinnenwitze waren damals der Renner. Und immer noch gab es den dummen Spruch „Wer immer mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“.

Selbstverständlich trennten wir Müll und kauften das Vollkornbrot im Bioladen ein. Mein Auto war ein R4 mit Gasantrieb (!), der Tank nahm das ganze Heck ein. Egal, Hauptsache umweltfreundlich. Auf der Heckklappe stapelten sich die „Atomkraft – Nein danke!“-Aufkleber neben dem Feminismuszeichen. Kulturell ging man ins Bochumer Theater statt TV zu schauen. Und es wurde diskutiert. Abende lang. In alternativen Schwarz-Kneipen zu Studi-Preisen. Es war eine kommunikative Zeit und die Grünen hatten das System zum Gegner – und nicht wie heute andersdenkende Menschen. Nebenbei waren die 80er auch das musikalische Jahrzehnt für mich, das ich heute noch höre.

In den Folgejahren traten andere Ereignisse in mein Leben – und ich aus der Partei aus. Mir wurde der Laden damals zu schnell angepasst und Leute wie Fischer beschleunigten meine Entscheidung. Dann ging es weiter im Beruf. Haus. Familiengründung. Es lief gut. Als Kind dachte ich immer: im Jahr 2000 bin ich bestimmt alt und muss sterben. Aber ich überlebte das Millennium und die Einführung des Euro. Dann kam eine Zeit der beruflichen Selbstständigkeit und schöne Erfolge. Aber auch eine Scheidung und der Wechsel 400 km weiter in den Süden für einen Neuanfang. In all dieser Zeit – und das gebe ich offen zu – interessierte mich Politik nur am Rande.
Mit dem Thema der Eurorettung kam das Interesse dann zurück. Ich war mir nicht ganz klar, in was für ein Fahrwasser uns die deutsche Politik steuern wollte. Mit der Grenzöffnung 2015 wurde ich dann schlagartig wach. Seitdem schreibe ich gegen den Wahnsinn in diesem Land an.

Die Grünen habe ich erst in dieser Zeit wieder wahrgenommen. Das liegt vielleicht daran, weil sie nichts mehr mit den Leuten von damals zu tun haben, mit denen ich mich identifizieren konnte. Und mir ist nicht ganz klar, was diese Leute überhaupt wollen. Sind sie links? Oder rechts? Angeblich sind sie ja die neue Mitte. Das ich nicht lache!
In einem meiner Lieblingsartikel vom Autor Young German heißt es zu den Linken: „Ihr seid die Anti-Aufklärung geworden. Ihr seid die Anti-Emanzipation und die größten Helfer des Finanzkapitalismus überhaupt. Und ihr seid euch dessen nicht mal bewusst.“

Ich nehme die Grünen nur als IT-People oder neudeutsch als „Influencer“ wahr. Sie werden von den eigenen Leuten und vor allem von den Medien inszeniert und sollen die Massen beeinflussen. In der öffentlichen Wahrnehmung scheinen sie ja für 20% oder mehr wählbar zu sein. Sie stellen mit ihren Leitfiguren Typen da, die viele ihrer Wähler gerne wären. Cool mit rotem Kleid und Lederjacke, ihr Partner ein Womanizer mit Bartschatten und fertig sind die Ikonen im Sinne von Zeichen für eine „neue“ Politik „der Mitte“, die in Wahrheit verlogen, verbietend und ideologisch durchtränkt ist. Man kann es täglich lesen, was sie vorhaben und wie sie unser Land, unsere Werte und Traditionen verachten. Und es ist erschreckend, wie Merz, der Phoenix aus der Merkel-Asche, aus Machtgier gerade die Türen weit aufgestößt für Schwarz-Grün und Jamaika.

Wenn die Grünen im Land das Ruder übernehmen, nimmt die Reise Richtung Riff weiter Fahrt auf. Mit unbegrenzten Strömen direkt ins Sozialsystem werden sie für mehr Kriminalität, soziales Elend, kulturelle Kämpfe in Gegengesellschaften und für die Zerstörung der öffentlichen Ordnung auch noch Beifall bekommen von den Menschen, die noch nie etwas mit Demokratie und sozialem Wohlstand anfangen konnten. Nach ihnen die Sintflut.

 

About The Author

Monika Schneider ist ein Kind der 60er Jahre und lebt in Baden-Württemberg. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Seit 2015 schreibt sie auf Facebook gegen den extremen Linksruck im Land an. Sie bezeichnet sich selber als patriotisch (im Sinne von heimatliebend) und konservativ (im Sinne von nachhaltig und Werte bewahrend). Zugleich ist sie nicht nur beruflich bedingt ("irgendwas mit Medien"...) immer am Puls der Zeit. Linke Politik bedeutet für sie einen massiven Rückschritt gegen die Errungenschaften der Aufklärung. Deswegen setzt sie auf das neue dynamische Rechts, das heute massiv bekämpft wird - und vor Merkel die demokratische Mitte war.

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