Freitag, April 19, 2019
netzrebellen

Facebook ist reine Willkür

Monika Schneider 15. Dezember 2018 Aktuelles

Ich wurde für einen Post zu Bamberg (Pflastersteine gegen Polizisten) gesperrt, der Beitrag wurde entfernt. Da es meine vierte Sperre in einem Jahr war, wurden es diesmal wieder 30 Tage. Ich habe Facebook gebeten, diese Sperre und den Beitrag noch einmal zu überprüfen. Was bei meinen bisherigen Sperren nicht gelang, passierte keine 24 Stunden später: Facebook entschuldigte sich und stellte den Beitrag wieder online.

Nur – die Sperre ist immer noch aktiv. Jegliche Kontaktaufnahme scheitert, sogar das Einsenden einer Ausweiskopie verhindern sie, indem ich eine Meldung bekomme, ein User mit der (also meiner) Email-Adresse wäre gar nicht gesperrt. Alle anderen Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme verursachen einen „Systemfehler“ und ich möge es doch später noch einmal probieren. An Zufälle glaube ich da nicht mehr.

Facebook ist tot. Sie merken es noch nicht einmal. Denn eine Firma, die nicht auf ihre Kunden eingeht, hat keine Zukunft. Diese Praxis trifft ja jeden Tag eine Menge Leute. Und ich vermute ganz stark, dass es fast nur die Leute trifft, die dieser Regierung und deren Politik kritisch gegenüber stehen. Die Sperrungen sind politisch motiviert, verstoßen gegen die Meinungsfreiheit und gegen die Geschäftsbedingungen. Es ist reine Willkür, es wurden schon Leute gesperrt, die einfach nur einen Artikel aus der Welt gepostet haben.

Es mag ja sein, dass das neue Maasche Zensurgesetz einer Plattform wie Facebook das Leben nicht gerade erleichtert, aber die einseitige Einschränkung von Rechten rechtfertigt nichts. Besonders dramatisch für User ist ja die Tatsache, auf nichts mehr reagieren zu können. Man kann niemandem antworten, keinem Freund online zum Geburtstag gratulieren oder im Messenger schreiben. Sie wollen einen sozial isolieren und verfahren nach der Methode: Bestrafe einen – erziehe viele. In der ganzen Zeit der Sperre nutzt Facebook aber weiter meine Daten. Denn das ist der Deal bei der Erstellung eines Profils: ich darf dort schreiben und Facebook nutzt meine Daten kommerziell.

Wegen der drei vorherige Sperren läuft bereits eine Klage gegen Facebook. Eine einstweilige Verfügung gibt es auch schon und diese vierte Maßnahme, die nun auch noch grundlos aufrecht erhalten wird, wird sicherlich auch noch zur Sprache kommen. Man braucht halt einen langen Atem.

Ich versuche, wiederzukommen, alleine schon wegen der fast 2.800 Freunde und über 4.100 Abonnenten, die zum großen Teil eine Sache eint: die Liebe zu unserer Heimat.

(Anmerk. Monika Schneider ist auf vk.com unter gleichem Namen zu erreichen)

About The Author

Monika Schneider ist ein Kind der 60er Jahre und lebt in Baden-Württemberg. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Seit 2015 schreibt sie auf Facebook gegen den extremen Linksruck im Land an. Sie bezeichnet sich selber als patriotisch (im Sinne von heimatliebend) und konservativ (im Sinne von nachhaltig und Werte bewahrend). Zugleich ist sie nicht nur beruflich bedingt ("irgendwas mit Medien"...) immer am Puls der Zeit. Linke Politik bedeutet für sie einen massiven Rückschritt gegen die Errungenschaften der Aufklärung. Deswegen setzt sie auf das neue dynamische Rechts, das heute massiv bekämpft wird - und vor Merkel die demokratische Mitte war.

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